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Das Ungewöhnliche im Vertrauten – die Filme von Bert Haanstra 01.11. – 20.12.2007
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Filmprogramm im November
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Do. 1.11., 19h Eröffnungsveranstaltung
Vorfilm: GLAS NL 1958 o.K. 11’ Als Vorfilm läuft Haanstras mit einem Oscar ausgezeichneter Kurzfilm GLAS: eine kunstvolle Komposition von Bild und Ton, die die Bewegungen von Arbeitern einer Glasmanufaktur mit Jazzmusik unterlegt bzw. in Einklang bringt.
FANFARE NL 1958 DF 83’ FANFARE, Haanstras erster Spielfilm, schildert vor dem Hintergrund eines typisch holländischen Dorfes der 50er Jahre, die Konflikte der örtlichen Blaskapelle. Das (Aus-)Lachen eines Solisten über das wiederholt verblasene Solo eines anderen Solisten spaltet die Musikkapelle in zwei Parteien. Es beginnt der Kampf um die Vorherrschaft des Auftrittsrechts bei dem bevorstehenden landesweiten Turnier, aber auch um das Recht auf die Instrumente wie die Vereinsfahne.
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Do 8.11., 19h
Vorfilm: SPIEGEL VAN HOLLAND NL 1950 o.K. 9’ Vorfilm ist die zehnminütige Schwarzweißimpression SPIEGEL VAN HOLLAND, die niederländische Landschaften, Grachtenhäuser, Bauernhöfe und Windmühlen im Spiegelbild der Kanäle zeigt. Der Film erreicht durch die Bewegung der Wasseroberfläche, verstärkt durch die Montage, eine beinahe schwebende Wirkung.
DOKTER PULDER ZAAIT PAPAVERS NL 1975 OmU 102’ DOKTER PULDER ZAAIT PAPAVERS ist Haanstras dritter Spielfilm, der den langsamen Abstieg des wohlangesehenen Landarztes Dr. Pulder erzählt. Als sein Studienkollege, ein Neurochirurg, an einer Überdosis Morphium stirbt, versucht Pulder, das Leben seines vermeintlich weltmännischen Freundes zu ergründen und schließlich nachzuleben. Diese scheinbar tragische Geschichte ist durchzogen mit der für Haanstra typischen Ironie.
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Do 15.11., 19.30h in Anwesenheit von Rolf Orthel
OVER HAANSTRA Rolf Orthel NL 2007 OmeU 72’
Sie kennen Bert Haanstra nicht? Für Haanstras Spiel- und Dokumentarfilme standen die Niederländer Schlange vor den Kinos. Der bekannteste Filmemacher in den Niederlanden wurde 2007 mit einer landesweiten Retrospektive geehrt. Anlass für das ARSENAL, auch in Berlin einige Filme zu präsentieren.
Wer mehr über den Regisseur erfahren will, sollte sich am kommenden Donnerstag den aktuellen Dokumentarfilm OVER HAANSTRA anschauen. Produzent und Regisseur Rolf Orthel begann als Regieassistent bei Haanstras Filmen “Die Stimme des Wassers” (1966, im ARSENAL am 18. & 20.12.07) und “Fressen und gefressen werden” (1972, im ARSENAL am 6.12.07). Das filmische Porträt wurde erst Ende September 2007 fertiggestellt. Anhand von Interviews, Archivaufnahmen und Filmausschnitten skizziert Rolf Orthel Leben und Werk von Haanstra. Wir zeigen den Film als Deutschlandpremiere und in Anwesenheit des Regisseurs.
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Do 29.11., 19.30h Das Programm verbindet fünf kurze Dokumentarfilme
NEDERLANDSE BEELDHOUWKUNST TIJDENS DE LATE MIDDELEEUWEN NL 1951 13’ In verschiedenen niederländischen Kirchen aufgenommen, widmet sich der Film der Niederländischen Bildhauerkunst und der religiösen Kunst des ausgehenden Mittelalters.
GOD SHIVA NL 1955 12’ Hier steht die javanische Tanzkunst im Mittelpunkt und somit auch die koloniale Vergangenheit der Niederlande. Auf ganz eigene Weise filmt Haanstra einen klassischen javanesischen Tanz, der philosophische Vorstellungen von der (Er- bzw. Neu-)Schaffung tänzerisch umsetzt.
EN DE ZEE WAS NIET MEER NL 1955 24’ Mehr als 50% der Niederlande liegen unter dem Meeresspiegel. Das Land wurde dem Meer mit Hilfe von Deichen im Laufe von Jahrhunderten abgerungen. Die Folgen waren beträchtliche Veränderungen in der Lebensweise der Menschen, die der Film aufzeigt.
NATIONALE PARKEN: NOODZAAK NL 1978 27’ Ein filmisch eindrucksvoller Aufruf zur Erhaltung und zum Schutz der niederländischen Naturreservate.
NEDERLAND NL 1983 16’ Für ein internationales Publikum drehte Haanstra diesen Werbefilm. Mit spektakulären Luftaufnahmen präsentiert Haanstra seine persönliche Sicht auf das Land.
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Filmprogramm im Dezember
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Sa 1.12., 17h Klassiker nicht nur für Kinder
So 2.12., 16h Klassiker nicht nur für Kinder
GLAS NL 1958 o.K. 11’ Als Vorfilm läuft Haanstras mit einem Oscar ausgezeichneter Kurzfilm GLAS: eine kunstvolle Komposition von Bild und Ton, die die Bewegungen von Arbeitern einer Glasmanufaktur mit Jazzmusik unterlegt bzw. in Einklang bringt.
NEDERLAND NL 1983 16’ Für ein internationales Publikum drehte Haanstra diesen Werbefilm. Mit spektakulären Luftaufnahmen präsentiert Haanstra seine persönliche Sicht auf das Land.
ZOO NL 1962 11’ In ZOO hält Bert Haanstra die gegenseitigen Reaktionen von Mensch und Tier beim Besuch in einem Tierpark fest. Richtiger gesagt, kreiert er durch seine brillante Montage eine eigene Interpretation der Wirklichkeit. Höhepunkt seiner Darstellung ist die Beobachtung der Zoobesucher aus der Sicht der Tiere. Wenn auch in einigen seiner bisherigen Dokumentarfilme die heitere Sichtweise Haanstras bereits erkennbar ist, so wird in ZOO der Humor zum tragenden Bestandteil des Films.
SPIEGEL VAN HOLLAND NL 1950 o.K. 9’ Dieser Film ist eine zehnminütige Schwarzweißimpression, die niederländische Landschaften, Grachtenhäuser, Bauernhöfe und Windmühlen im Spiegelbild der Kanäle zeigt. Der Film erreicht durch die Bewegung der Wasseroberfläche, verstärkt durch die Montage, eine beinahe schwebende Wirkung.
PANTA RHEI NL 1951 15’ Dem Titel gemäß besteht PANTA RHEI vorwiegend aus Überblendungen von Naturbewegungen. Das Wasser und die Wolken, Sonnenstrahlen, Wind, das Wachsen der Pflanzen etc. zeigt Haanstra in einer rhythmischen Dünung. Mit filmtechnischen Mitteln beschleunigt bzw. verlangsamt er die Wandlungen und fasziniert den Zuschauer durch die filmische Umsetzung des Gedankens der ewigen Veränderung durch Bewegung.
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Di 4.12., 19h
Vorfilm: ZOO NL 1962 11’ In ZOO hält Bert Haanstra die gegenseitigen Reaktionen von Mensch und Tier beim Besuch in einem Tierpark fest. Richtiger gesagt, kreiert er durch seine brillante Montage eine eigene Interpretation der Wirklichkeit. Höhepunkt seiner Darstellung ist die Beobachtung der Zoobesucher aus der Sicht der Tiere. Wenn auch in einigen seiner bisherigen Dokumentarfilme die heitere Sichtweise Haanstras bereits erkennbar ist, so wird in ZOO der Humor zum tragenden Bestandteil des Films.
ALLEMAN NL 1963 81’ Während des Internationalen Dokumentarfilmfestivals IDFA in Amsterdam wurde am 2. Dezember 2007 der abendfüllende Film ALLEMAN (dt. Verleihtitel 12 MILLIONEN) von Bert Haanstra zum besten niederländischen Dokumentarfilm seit 1945 ausgerufen. Unter dem Motto „Die Wahl des Zuschauers" stimmten die Niederländer via Internet ab.
ALLEMAN ist Haanstras erster abendfüllender Dokumentarfilm, der ein Panorama der niederländischen Gesellschaft zu Beginn der sechziger Jahre zeichnet. Scheinbar unbedeutende Details führt er vor Augen, die durch seine einfallsreiche Montage zu einem humorvollen, aber durchaus ernst gemeinten Porträt der Niederländer werden. Zur deutschen Fassung spricht Bert Haanstra den Kommentar.
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Do 6.12., 19h
Vorfilm: PANTA RHEI NL 1951 15’ Dem Titel gemäß besteht PANTA RHEI vorwiegend aus Überblendungen von Naturbewegungen. Das Wasser und die Wolken, Sonnenstrahlen, Wind, das Wachsen der Pflanzen etc. zeigt Haanstra in einer rhythmischen Dünung. Mit filmtechnischen Mitteln beschleunigt bzw. verlangsamt er die Wandlungen und fasziniert den Zuschauer durch die filmische Umsetzung des Gedankens der ewigen Veränderung durch Bewegung.
BIJ DE BEESTEN AF NL 1972 100’ In BIJ DE BEESTEN AF beschäftigt sich Haanstra noch einmal mit Ähnlichkeiten und Unterschieden im Verhalten von Menschen und Tieren. Diesmal handelt es sich jedoch um eine ernsthafte Gegenüberstellung. Neben beeindruckenden Aufnahmen vom Leben der Tiere in freier Wildbahn und im Zoo, macht er im Vergleich dazu auch auf einige Grundhaltungen der Menschen aufmerksam.
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Di 11.12., 19.30h
Vorfilm: DE MUIDERKRING HERLEEFT NL 1949 12’ Der dramatisierte Dokumentarfilm DE MUIDERKRING HERLEEFT schafft einen Eindruck von den kulturellen Zusammenkünften im Muiderschloß, die der Dichter und Historiker P.C. Hooft im 17. Jahrhundert organisiert hat. Haanstra reflekiert über eine Kontinuität des Lebens, die hinter physischen Veränderungen oder Verfall steht – ein Thema, das in vielen seiner Filme wiederkehrt.
ALLEMAN NL 1963 81’ ALLEMAN ist Haanstras erster abendfüllender Dokumentarfilm, der ein Panorama der niederländischen Gesellschaft zu Beginn der sechziger Jahre zeichnet. Scheinbar unbedeutende Details führt er vor Augen, die durch seine einfallsreiche Montage zu einem humorvollen, aber durchaus ernst gemeinten Porträt der Niederländer werden. Zur deutschen Fassung spricht Bert Haanstra den Kommentar
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Do 13.12., 19.30h Das Programm verbindet sieben kurze Filme
SPIEGEL VAN HOLLAND NL 1950 o.K. 9’ Vorfilm ist die zehnminütige Schwarzweißimpression SPIEGEL VAN HOLLAND, die niederländische Landschaften, Grachtenhäuser, Bauernhöfe und Windmühlen im Spiegelbild der Kanäle zeigt. Der Film erreicht durch die Bewegung der Wasseroberfläche, verstärkt durch die Montage, eine beinahe schwebende Wirkung.
PANTA RHEI NL 1951 15’ Dem Titel gemäß besteht PANTA RHEI vorwiegend aus Überblendungen von Naturbewegungen. Das Wasser und die Wolken, Sonnenstrahlen, Wind, das Wachsen der Pflanzen etc. zeigt Haanstra in einer rhythmischen Dünung. Mit filmtechnischen Mitteln beschleunigt bzw. verlangsamt er die Wandlungen und fasziniert den Zuschauer durch die filmische Umsetzung des Gedankens der ewigen Veränderung durch Bewegung.
REMBRANDT – SCHILDER VAN DE MENS NL 1957 20’ Haanstra gelingt es, unter ausschließlicher Verwendung der Gemälde Rembrandts, dessen Leben nachzuzeichnen.
OVER GLAS GESPROKEN NL 1958 28’ Im Auftrag der Glasfabrik Leerdam realisierte Haanstra diesen Industriefilm über die Glasherstellung.
GLAS NL 1958 o.K. 11’ (siehe 1.11.) Der mit dem Oscar ausgezeichnete Film GLAS entstand parallel zu OVER GLAS GESPROKEN.
ZOO NL 1962 11’ In ZOO hält Bert Haanstra die gegenseitigen Reaktionen von Mensch und Tier beim Besuch in einem Tierpark fest. Richtiger gesagt, kreiert er durch seine brillante Montage eine eigene Interpretation der Wirklichkeit. Höhepunkt seiner Darstellung ist die Beobachtung der Zoobesucher aus der Sicht der Tiere. Wenn auch in einigen seiner bisherigen Dokumentarfilme die heitere Sichtweise Haanstras bereits erkennbar ist, so wird in ZOO der Humor zum tragenden Bestandteil des Films.
DELTA PHASE I NL 1962 20’ Ein traditionelles Thema der Niederländer „Der Kampf des Menschen gegen das Meer“ steht im Mittelpunkt dieses Films. Nach der großen Flutkatastrophe 1953 wurde der Deltaplan beschlossen. Im Rahmen des Deltaplans wurde die seeländische und südholländische Küste befestigt und mit dem industriellen Norden verbunden. Durch Dämme wurden die breiten und tiefen Meeresarme von der See abgeriegelt. Ein Bauprojekt, dass zukünftige Überschwemmungen unmöglich machen sollte. Die Informationen über das Abschließen des Meerarms Veerse Gat in Zeeland verbindet Bert Haanstra mit belebendem Amüsement. In der heißen Phase des beeindruckenden Baus des Abschlussdeiches lenkt Haanstra die Aufmerksamkeit auf den Mann, bei dem alle Fäden zusammenlaufen.
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Di 18.12., 19.30h SPIEGEL VAN HOLLAND NL 1950 o. K. 9’ Vorfilm ist die zehnminütige Schwarzweißimpression SPIEGEL VAN HOLLAND, die niederländische Landschaften, Grachtenhäuser, Bauernhöfe und Windmühlen im Spiegelbild der Kanäle zeigt. Der Film erreicht durch die Bewegung der Wasseroberfläche, verstärkt durch die Montage, eine beinahe schwebende Wirkung.
DE STEM VAN HET WATER NL 1966 OmeU 93’
Das traditionelle Thema zeigt Haanstra aus der Sicht einiger Hauptpersonen, die ihr ganz persönliches Verhältnis zum Wasser schildern. Er lässt unterschiedliche Menschen ihre Geschichte(n) erzählen und interpretiert diese dann mit seinen Bildern. THE VOICE OF THE WATER ist insbesondere für Dokumentarfilmfreunde ein echter Geheimtipp.
Der Filmhistoriker Bert Hogenkamp, Amsterdam, leitet den Abend ein und steht im Anschluss für Fragen zur Verfügung.
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Do 20.12., 19.30h DELTA PHASE I NL 1962 DF 20’ Nach der großen Flutkatastrophe 1953 wurde der Deltaplan beschlossen. Im Rahmen des Deltaplans wurde die seeländische und südholländische Küste befestigt und mit dem industriellen Norden verbunden. Durch Dämme wurden die breiten und tiefen Meeresarme von der See abgeriegelt. Ein Bauprojekt, dass zukünftige Überschwemmungen unmöglich machen sollte. Die Informationen über das Abschließen des Meerarms Veerse Gat in Zeeland verbindet Bert Haanstra mit belebendem Amüsement. In der heißen Phase des beeindruckenden Baus des Abschlussdeiches lenkt Haanstra die Aufmerksamkeit auf den Mann, bei dem alle Fäden zusammenlaufen.
DE STEM VAN HET WATER NL 1966 OmeU 93’ Das traditionelle Thema zeigt Haanstra aus der Sicht einiger Hauptpersonen, die ihr ganz persönliches Verhältnis zum Wasser schildern.
 Anlässlich des Abschlussabends der Bert -Haanstra-Retrospektive sind die Söhne Jurre Haanstra (Filmkomponist) und Rimko Haanstra (Filmemacher) anwesend und können Fragen aus erster Hand beantworten.
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