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Filmobiografie

Bert Haanstra - eine biografische Skizze

Filmografie

1916 - 1934

Geboren am 31. Mai in Espelo (Holten) in der niederländischen Provinz Overijssel, kurz danach Umzug nach Goor (Overijssel), wo Bert Haanstra aufwächst.
Nach einer pädagogischen Ausbildung in Hengelo, die er vorzeitig abbricht, geht Bert Haanstra bei einem Fotografen in die Lehre.

1934 - 1939

Ab November 1934 Pressefotograf in Amsterdam

1939 - 1945

Fotograf beim Städtischen Energiebetrieb Amsterdam (GEB), während der deutschen Besatzung im Widerstand tätig, 1944 Heirat mit Nita Wijtmans. 1944 - 1945 Abendkurs an der Reichsakademie für Bildende Kunst (Rijksakademie voor Beeldende Kunsten) in Amsterdam.

1946

Fotograf, u. a. dritter Preis beim kerstsalon der Amsterdamer Amateurfotografenvereinigung (Dirk de Herder en Henri Berssenbrugge teilten sich den 1. Preis)

1947 - 1948

Kameramann beim Spielfilm “Myrte und die Dämonen” (Myrte en de demonen) des deutschen Emigranten Paul Bruno Schreiber. Der Film floppt, aber in der Filmwelt wird die Kameraarbeit überaus positiv aufgenommen. Die Postproduktion erfolgt in den britischen Denham Studios der Rank Organisation. In dieser professionellen Umgebung macht Bert Haanstra wertvolle praktische Erfahrungen.
16.10.1948 Geburt des Sohnes Rimko.

1949

Debüt von Bert Haanstra mit “Der Muidener Kreis lebt wieder auf” (De Muiderkring herleeft). Der Film sollte ursprünglich als Vorfilm eines Spielfilms in die Kinos kommen. Das Spielfilmprojekt wurde nicht vollendet und so erlebte sein Debütfilm nur vereinzelte Aufführungen.

1950

“Spiegel von Holland” (Spiegel van Holland), der 1951 bei den Filmfestspielen in Cannes den Grand Prix des courts métrages gewinnt. Damit ist der Name Bert Haanstra plötzlich im In- und Ausland bekannt. Weitere Kurzfilme folgen.

1951 - 1955

Arbeit für die Shell Film Unit, sechs eigene Filme und Tätigkeit als Supervisor für Shell Film in Venezuela. 27.2.1952 Geburt des Sohnes Jurre.

1955 - 1958

Weiterhin kontinuierliche Filmproduktion, u. a. der kurze Farbfilm “Glas”, der 1960 u. a. den Academy Award (Oscar) for the best short film of 1959, Hollywood, und den Goldenen Bären, Berlin, gewinnt.

1958

Haanstras erster Spielfilm “Fanfare” (Verleihtitel in der BRD: ... und die Musik bläst dazu, in der DDR: Fanfare) geht in Premiere und wird ein enormer Publikumserfolg. 2,6 Millionen niederländische Kinobesucher bewirken, dass dieser Film noch heute den 2. Platz der bestbesuchten niederländischen Filme innehält.

1960 - 1963

Zweiter Spielfilm “Die Affaire M.P.” (De zaak M.P.), weitere Dokumentarfilme folgen und 1963 erzielt der abendfüllende Dokumentarfilm “Alleman” (engl. Verleihtitel: The Human Dutch, dt.: 12 Millionen) Besucherrekorde: 1,6 Millionen Niederländer gehen für diesen Dokumentarfilm ins Kino.

1966

Premiere des zweiten abendfüllenden, farbigen Dokumentarfilms “Die Stimme des Wassers” (De stem van het water). In diesem Film beleuchtet Bert Haanstra verschiedene Aspekte des Verhältnisses der Niederländer zum Wasser, u. a. aus der Sicht einiger Hauptpersonen.

1968 - 1972

Zusammenarbeit mit Jaques Tati bei dessen Spielfilm “Traffic” (dt. Verleihtitel: Trafic - Tati im Stoßverkehr). Dreijährige Arbeit für den Dokumentarfilm “Bij de beesten af” (dt. Verleihtitel: Fressen und gefressen werden, engl.: Ape and Super-Ape bzw. Instinct to servival), der ausgehend von den damaligen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Ethologie (Verhaltensforschung) Bert Haanstras Engagement für die Menschheit und die Natur deutlich manifestiert.

1975 - 1988

Drei Spielfilme und fünf Dokumentarfilme, darunter drei Naturdokumentarfilme.

1988 - 1992

Tätigkeit (vorwiegend Montage) hauptsächlich für Fernsehprogramme, die das Oeuvre von bekannten niederländischen Kabarettisten Revue passieren lassen

1997

Am 23. Oktober stirbt Bert Haanstra.

Filmografie

Über das filmische Werk von Bert Haanstra.pdf

Haanstra im Widerstand1

Kameramann bei Myrte en de demonen

Haanstra jung1

BertHaanstra

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